Deine Fotos verraten vielleicht, wo du wohnst
Jedes Handyfoto kann versteckte EXIF-Metadaten enthalten. In deiner Galerie sind sie nützlich – zum Sortieren und für die Kartenansicht –, aber sie reisen mit, wenn du die Datei verschickst.
Was drinsteckt
- GPS-Koordinaten, oft auf wenige Meter genau
- Datum und Uhrzeit der Aufnahme
- Handy- oder Kameramodell, manchmal die Seriennummer
- Bearbeitungssoftware und manchmal ein verstecktes Vorschaubild des Originals
Ein bekannter Fall
2012 veröffentlichte ein Magazin das Foto eines untergetauchten Tech-Millionärs, den es heimlich interviewt hatte. Im Foto steckten noch die GPS-Koordinaten – Leser fanden den Ort in Guatemala binnen kurzer Zeit.
Wo Metadaten erhalten bleiben
Große soziale Netzwerke entfernen den Standort oft beim Posten. Unverändert bleibt das Original aber bei E-Mail-Anhängen, Cloud-Links, Kleinanzeigen, Foren, vielen Blogs und beim Versand „als Datei“ in Messengern.
Wann es besonders wichtig ist
- Beim Verkaufen mit Fotos aus der eigenen Wohnung
- Bei Fotos von Kindern, ihrer Schule oder deinem Auto
- Bei Fotos an Menschen, die du kaum kennst
- Wenn du gestalkt wirst oder dich vor einem gewalttätigen Ex schützen musst
In Sekunden prüfen und bereinigen
- Lege die Fotos im Metadaten-Tool ab – es zeigt, was jedes Foto verrät, den Standort in Rot.
- Klick auf „Alles entfernen“. JPG, PNG und WebP werden ohne Neukomprimierung bereinigt.
- Das Tool prüft das Ergebnis und bestätigt, dass nichts übrig ist.
HEIC-Fotos vom iPhone wandelst du zuerst mit dem HEIC-Konverter um – das entfernt die Metadaten gleich mit. Den Standort für die Kamera-App kannst du außerdem in den Datenschutzeinstellungen abschalten.