Kosten je Hektar: Break-even-Ertrag und Break-even-Preis berechnen

Vor der Aussaat entscheiden zwei Fragen, ob eine Kultur lohnt: Welchen Ertrag brauche ich, um zum heutigen Preis die Kosten zu decken? Welchen Preis brauche ich bei meinem erwarteten Ertrag?

Kosten je Hektar auflisten

  • Saatgut
  • Dünger und Kalk
  • Pflanzenschutz
  • Maschinen, Diesel und Arbeit
  • Pacht (oder die Pacht, die deine eigene Fläche bringen würde)
  • Sonstiges: Versicherung, Zinsen, Trocknung, Fracht

Beispiel: Winterweizen

Kosten je ha: Saatgut 110 €, Dünger 380 €, Pflanzenschutz 220 €, Maschinen und Arbeit 450 €, Pacht 400 €, Sonstiges 120 € – 1.680 €/ha. Erwartet: 80 dt/ha zu 21 €/dt.

  • Erlös: 1.680 €/ha
  • Ergebnis: 0 € – genau Break-even
  • Break-even-Ertrag: 1.680 ÷ 21 = 80 dt/ha
  • Break-even-Preis: 1.680 ÷ 80 = 21 €/dt

Ohne Flächenprämien wäre dieser Weizen also ein Nullsummenspiel – ein realistisches Bild in manchen Jahren. Im Kostenrechner je Hektar gibst du deine Werte ein und siehst Gewinn, Marge und beide Break-even-Werte.

Ergebnis lesen

Je knapper die Marge, desto eher macht eine Trockenperiode oder ein Preisrutsch aus Gewinn Verlust. Teile der Ernte per Vorkontrakt abzusichern kann sinnvoll sein.

Wo sparen?

  • Düngung an den Bedarf anpassen mit dem NPK-Rechner.
  • Pacht und Maschinen sind oft die größten Posten; Maschinenkosten sinken mit mehr Fläche oder überbetrieblicher Nutzung.
  • Erlös nach Abzügen für Feuchte und Besatz rechnen – mit dem Ertragsrechner.

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