Düngermenge aus einer NPK-Empfehlung berechnen
Bodenuntersuchung und Düngebedarfsermittlung sagen, wie viel Stickstoff, Phosphat und Kali die Kultur braucht – etwa „30 kg N, 80 kg P₂O₅ und 60 kg K₂O je Hektar". Auf dem Sack steht etwas wie 15-15-15 oder 4-14-8. So verbindest du beides.
Was die Zahlen bedeuten
Ein Dünger 4-14-8 enthält 4 % N, 14 % P₂O₅ und 8 % K₂O. 100 kg liefern 4 kg N, 14 kg P₂O₅ und 8 kg K₂O. Empfehlungen nutzen dieselbe Oxid-Schreibweise.
Die Rechnung
- Je Nährstoff: Menge = Bedarf ÷ (Gehalt ÷ 100).
- Der Nährstoff mit der höchsten Menge bestimmt die Gabe, wenn ein Dünger alles decken soll.
- Prüfen, was diese Gabe bei den anderen Nährstoffen liefert – Überschuss oder Lücke.
Beispiel
Bedarf 30-80-60 kg/ha mit 4-14-8: N braucht 750 kg, P₂O₅ 571 kg, K₂O 750 kg. Gabe also 750 kg/ha – sie liefert 30 N, 105 P₂O₅ (25 zu viel) und 60 K₂O. Ein 8-28-16 bräuchte nur 375 kg/ha. Der NPK-Düngerrechner zeigt das samt Gesamtmenge und Säcken für deine Fläche.
Bessere Lösungen
- Ein Verhältnis wählen, das näher an der Empfehlung liegt.
- P und K als Grunddünger, N später mit Harnstoff (46 % N) oder KAS.
- Einzeldünger kombinieren: Triplesuperphosphat, Kornkali, 60er Kali.
- Über den Preis je kg Nährstoff vergleichen, nicht je Sack.
In Deutschland gelten zusätzlich die Vorgaben der Düngeverordnung (Düngebedarfsermittlung, Obergrenzen, Sperrzeiten). Den Anteil der Düngung an den Kosten zeigt der Kostenrechner je Hektar.