USt-IdNr. prüfen: Formate in der EU und der Unterschied zur qualifizierten Abfrage
Bei Lieferungen und Leistungen an Unternehmen in anderen EU-Ländern entscheidet die USt-IdNr. des Kunden, ob du Umsatzsteuer berechnest oder das Reverse-Charge-Verfahren anwendest. Eine falsche Nummer auf der Rechnung kann die Steuerbefreiung kosten.
Wie sie aussieht
Jede USt-IdNr. beginnt mit dem Ländercode und folgt dann dem nationalen Format:
| Land | Format |
|---|---|
| Deutschland | DE + 9 Ziffern |
| Österreich | ATU + 8 Ziffern |
| Frankreich | FR + 2 Zeichen + 9-stellige SIREN |
| Italien | IT + 11 Ziffern |
| Niederlande | NL + 9 Ziffern + B + 2 Ziffern |
| Griechenland | EL (nicht GR) + 9 Ziffern |
Formatprüfung vs. Registrierungsabfrage
Der USt-IdNr.-Prüfer prüft das Format aller 27 Länder und die Prüfziffern vieler (u. a. Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Italien, Niederlande, Polen, Portugal, Schweden). Tippfehler fallen sofort auf, offline, für eine Nummer oder eine Liste.
Ob die Nummer gültig vergeben ist, sagt das nicht. Dafür gibt es das EU-System VIES und in Deutschland die Bestätigungsabfrage beim Bundeszentralamt für Steuern. Eine qualifizierte Abfrage (mit Name und Anschrift) dient als Nachweis für die steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung.
Gute Praxis
- USt-IdNr. bei Bestellung abfragen und sofort das Format prüfen.
- Vor der ersten steuerfreien Rechnung qualifiziert bestätigen lassen und Ergebnis mit Datum dokumentieren.
- Bei Stammkunden regelmäßig erneut prüfen.
Außerdem: Bankverbindung prüfen mit dem IBAN-Prüfer, Steuer rechnen mit dem Mehrwertsteuerrechner.