Jede Änderung vor der Unterschrift sehen: zwei Textfassungen vergleichen
Der Vermieter schickt den „finalen“ Mietvertrag, ein Kunde gibt dein Angebot „leicht angepasst“ zurück, ein Dienst aktualisiert seine AGB. Entscheidend ist nie das Gleichgebliebene, sondern die eine geänderte Zahl.
Warum Nebeneinanderlesen scheitert
Unsere Augen erfassen Bedeutung, nicht Details. Bekannte Sätze überfliegen wir – und übersehen, dass aus „30 Tagen“ „15 Tage“ wurden oder eine Klausel zur Kaution verschwand.
So vergleichst du
- Alte Fassung links, neue rechts in den Textvergleich einfügen.
- Wörter für Verträge und Fließtext, Zeilen für Listen, Daten und Code.
- Nur die Markierungen lesen: Grün kam hinzu, Rot fiel weg.
„Zusätzliche Leerzeichen ignorieren“ hilft, wenn die neue Fassung neu formatiert wurde.
Worauf du bei Verträgen achten solltest
- Zahlen: Beträge, Prozente, Fristen, Kündigungsfristen, Indexmiete
- Kleine Wörter mit großer Wirkung: „kann“ statt „muss“, „und“ statt „oder“, „nicht“
- Gestrichene Rechte und neue Pflichten
- Verlängerung, Kündigung, Vertragsstrafen und Gerichtsstand
Verträge gehören nicht in beliebige Websites
Viele Vergleichstools schicken deinen Text an ihren Server. Mietverträge, Arbeitsverträge und Arztbriefe sind personenbezogene Daten. Der Pandoo-Vergleich läuft komplett im Browser.
Gescannte Dokumente
Hast du nur einen Scan, lies den Text zuerst mit Bild zu Text (OCR) aus – und prüfe Zahlen doppelt, OCR kann sich verlesen.