Arbeitszeit und Überstunden berechnen – mit Pausen und Industrieminuten

Kommen-Gehen-Zeiten einer Woche von Hand zu addieren, ist eine Fehlerquelle: Minuten rechnen nicht wie Dezimalzahlen, Pausen werden vergessen, Nachtschichten gehen über Mitternacht.

Stunden einer Schicht

Arbeitszeit = Ende − Beginn − unbezahlte Pause. 8:00 bis 16:30 mit 30 Minuten Pause = 8 Stunden. Eine Nachtschicht von 22:00 bis 6:30 mit 30 Minuten Pause ebenfalls – der Arbeitszeitrechner berücksichtigt den Wechsel über Mitternacht.

Industrieminuten

Lohnabrechnungen nutzen Dezimalstunden („Industrieminuten"): Minuten ÷ 60. 15 min = 0,25; 30 = 0,50; 45 = 0,75. 7 h 45 min sind also 7,75 Stunden, nicht 7,45.

Was das Arbeitszeitgesetz sagt

  • Werktäglich höchstens 8 Stunden, verlängerbar auf 10, wenn im Schnitt von 6 Monaten 8 Stunden nicht überschritten werden.
  • Pausen: mindestens 30 Minuten bei mehr als 6 Stunden, 45 Minuten bei mehr als 9 Stunden.
  • Mindestens 11 Stunden Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen.
  • Einen gesetzlichen Überstundenzuschlag gibt es nicht – er ergibt sich aus Arbeits- oder Tarifvertrag (oft 25 %). Viele Betriebe nutzen Arbeitszeitkonten statt Auszahlung.

Beispiel

Vertrag 40 Stunden, Montag bis Freitag je 9 Stunden: 45 Stunden, also 5 Überstunden. Mit 20 €/Stunde und 25 % Zuschlag: 40 × 20 + 5 × 25 = 925 € brutto für die Woche.

Gibt es Tages- und Wochengrenze, zählt der Rechner zuerst den täglichen Überhang und dann den wöchentlichen auf den restlichen Normalstunden – keine Stunde doppelt.

Die Woche als CSV sichern; deine Daten bleiben im Browser. Was deine Stunde wert ist, zeigt der Gehaltsumrechner.

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