Herzfrequenzzonen berechnen: Tanaka- und Karvonen-Formel

Training nach Puls hilft, an lockeren Tagen locker und an harten Tagen hart zu trainieren – genau das, was die meisten falsch machen. Es beginnt mit zwei Zahlen: maximaler Herzfrequenz und Ruhepuls.

Maximale Herzfrequenz

„220 minus Alter" ist beliebt, aber ungenau. Die Tanaka-Formel 208 − 0,7 × Alter beruht auf viel mehr Daten und liegt meist näher dran. Mit 40 liefern beide 180; mit 55 ergibt Tanaka rund 170 statt 165. Jede Formel kann 10–20 Schläge danebenliegen; genau misst nur eine Leistungsdiagnostik.

Mit Ruhepuls personalisieren (Karvonen)

Morgens vor dem Aufstehen 60 Sekunden Puls zählen, an mehreren Tagen, Mittelwert bilden. Dann:

Ziel = Ruhepuls + (Maximum − Ruhepuls) × Intensität

Beispiel: 40 Jahre, Maximum 180, Ruhepuls 60 → Reserve 120. Zone 2 (60–70 %) = 132–144 Schläge/min.

Die fünf Zonen

ZoneIntensitätGefühl
150–60 %sehr locker; Aufwärmen, Regeneration
260–70 %locker; Unterhaltung möglich
370–80 %mittel; nur kurze Sätze
480–90 %hart; wenige Worte
590–100 %maximal; sehr kurze Belastungen

Für Ausdauer gehört der Großteil des Trainings in Zone 2, ein kleiner Teil in harte Intervalle in Zone 4–5. Der Herzfrequenzzonen-Rechner erstellt die Tabelle.

Wichtige Ausnahmen

Betablocker und andere Medikamente senken den Puls – die Zonen passen dann nicht. Bei solchen Medikamenten, Herzerkrankungen oder Beschwerden wie Brustschmerz, Schwindel oder ungewöhnlicher Atemnot vor hartem Training ärztlich abklären.

Energie fürs Training: Kalorienrechner.

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